Hürde: Inhalte

Texte, Bilder, Unterseiten, Ton.

von | 4.05.2026 | Websites

Du willst endlich deine Website angehen.

Du öffnest ein leeres Dokument. Oder eine neue Seite im Pagebuilder. Oder einfach nur eine neue Notiz auf dem Handy weil du irgendwo anfangen musst.

Und dann sitzt du da.

Nicht weil du nichts zu sagen hättest. Sondern weil auf einmal alles gleichzeitig auf dich einprasselt.

Welche Unterseiten brauche ich überhaupt? Was schreibe ich auf die Startseite? Wie klingt das professionell aber trotzdem nach mir? Brauche ich ein professionelles Fotoshooting? Was wenn ich noch keine Fotos habe? Und überhaupt, was soll da alles drauf?

Das ist keine Panik. Das ist eine völlig normale Reaktion auf zu viele offene Fragen auf einmal.

Lass uns das sortieren.

Warum Inhalte so viele Menschen blockieren

Website-Inhalte sind keine normalen Texte. Sie sind keine E-Mail an eine Freundin. Kein Instagram-Post. Kein spontaner Voice-Message.

Sie fühlen sich permanent an. Offiziell. Wie eine Aussage die für immer da steht und von allen gesehen wird.

Und genau das macht sie so schwer.

Du schreibst nicht einfach auf was du anbietest. Du versuchst gleichzeitig professionell zu klingen, authentisch zu sein, deine Zielgruppe anzusprechen, nicht zu viel zu versprechen, nicht zu wenig zu versprechen und das alles in einer Sprache die sich nach dir anfühlt aber irgendwie auch nach „echter Website“.

Kein Wunder dass das leere Dokument leer bleibt.

Was wirklich dahintersteckt

Die Inhalts-Hürde ist selten ein Schreib-Problem. Sie ist meistens ein Klarheits-Problem.

Wenn du nicht weißt was auf die Website soll, liegt das fast immer daran dass noch nicht ganz klar ist:

  • Für wen ist diese Website eigentlich gemacht?
  • Was soll die Person denken, fühlen, tun nachdem sie sie besucht hat?
  • Was ist dein Angebot in einem Satz?

Sobald diese Fragen beantwortet sind, schreiben sich Texte deutlich leichter. Nicht einfach. Aber leichter.

Und jetzt praktisch: Wie du den Knoten löst.

Fang nicht mit der Startseite an.

Das ist der häufigste Fehler. Die Startseite ist die schwierigste Seite überhaupt — weil sie alles auf einmal können muss. Fang stattdessen mit der Über-mich-Seite an. Die kennst du am besten. Du bist das Thema.

Schreib erstmal hässlich.

Kein erster Entwurf ist gut. Keiner. Schreib einfach drauflos als würdest du es einer Freundin erklären die noch nie von dir gehört hat. Keine Struktur, kein Stil, kein Druck. Einfach raus damit. Überarbeiten kannst du danach.

Unterseiten: weniger ist mehr.

Du brauchst keine zwanzig Unterseiten um professionell zu wirken. Eine gute Website für Coaches und Solopreneure braucht im Kern:

  • Startseite
  • Über mich
  • Angebot oder Angebote
  • Kontakt

Das war’s. Alles andere ist nice to have, aber nicht notwendig um anzufangen.

Ton: schreib wie du sprichst.

Nicht wie du denkst dass eine Website klingen muss. Lies deine Texte laut vor. Wenn du stolperst, klingt es nicht nach dir. Wenn es sich natürlich anfühlt, gut. Professionell bedeutet nicht steif. Es bedeutet klar.

Bilder: gut ist gut genug.

Kein professionelles Fotoshooting? Kein Problem für den Anfang. Ein paar gute Handyfotos bei Tageslicht, ein neutraler Hintergrund, ein echtes Lächeln das reicht um zu starten. Eine Website mit echten aber unperfekten Fotos schlägt jede Website mit Stock-Bildern.

Und wenn du irgendwann ein Shooting machen willst, dann machst du das. Aber das ist kein Grund die Website noch weitere drei Monate aufzuschieben.

Was du mitnehmen kannst

Inhalte für eine Website zu erstellen ist unangenehm. Das ist normal. Es ist unangenehm weil es bedeutet Entscheidungen zu treffen über dich, dein Angebot, deine Zielgruppe.

Aber diese Entscheidungen werden nicht leichter wenn du wartest.

Fang klein an. Fang hässlich an. Und fang an.

Die perfekte Version kommt mit der Zeit. Die erste Version muss nur existieren.

Und wenn du dabei nicht weiter kommst nicht weil du es nicht kannst, sondern weil du einfach jemanden brauchst der dir hilft den roten Faden zu finden dann schreib mir. Genau das mache ich auch.

Hey, ich bin Jutta

Webdesignerin, Launch-Managerin und selbst Soloselbstständige. Ich weiß, wie es sich anfühlt ein One-Woman-Show zu sein: den Druck alles alleine zu tragen, die Energie, die Aufregung und das Chaos, wenn Technik und Strategie nicht zusammenspielen.

Darum unterstütze ich dich hier mit Tipps und Insights, damit aus deinem Chaos endlich Klarheit wird.

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