5 Dinge die bei Launches immer wieder schief gehen
und wie du das verhinderst
Kein Launch ist perfekt. Das sage ich dir direkt.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen Dingen die schiefgehen weil sie unvorhersehbar sind und Dingen die schiefgehen weil niemand daran gedacht hat. Die zweite Kategorie ist vermeidbar. Und sie ist erschreckend häufig.
Hier sind die fünf Dinge die ich bei fast jedem Launch sehe. Und was du konkret tun kannst damit sie bei deinem Launch nicht passieren.
1. Die Technik wird zu spät aufgebaut
Das Muster ist immer dasselbe. Der Launch-Termin steht. Der Content ist fast fertig. Und dann — drei Tage vorher — fängt jemand an die Landing Page zu bauen.
Was dann passiert: Es gibt keine Zeit mehr zum Testen. Fehler werden übersehen. Und am Launch-Tag funktioniert irgendetwas nicht, der Kaufbutton führt ins Leere, die Bestätigungsmail kommt nie an, der Zugang zum Kurs wird nicht automatisch vergeben.
Wie du das verhinderst: Setze den technischen Aufbau als erstes in den Zeitplan, nicht als letztes. Arbeite vom Launch-Datum rückwärts und terminiere den technischen Aufbau so, dass mindestens eine Woche vor Launch-Start alles steht. Nicht fast fertig. Fertig. Diese Woche gehört ausschließlich dem Testen und dem Beheben von Dingen die beim Testen auffallen. Und es fällt immer etwas auf.
2. Der Funnel wird nicht getestet, also nicht wirklich getestet
„Ich hab drübergeschaut, sieht gut aus“ ist kein Test.
Ein echter Test bedeutet: Den kompletten Weg selbst durchgehen. Mit einer Testadresse anmelden. Schauen ob die E-Mail ankommt. Das Angebot kaufen. Prüfen ob der Zugang funktioniert. Alles auf dem Smartphone öffnen. Und dann noch jemand anderen bitten dasselbe zu tun.
Was meistens beim echten Testen auffällt: Der Button funktioniert auf dem Laptop aber nicht auf dem Handy. Die Bestätigungsmail landet im Spam. Der Kurs-Zugang wird nicht automatisch vergeben. Dinge die beim schnellen Drüberschauen unsichtbar sind.
Wie du das verhinderst: Geh den kompletten Funnel selbst durch, als wärest du die Kundin. Klick jeden Button. Kauf das Angebot mit einem Testpayment. Prüf ob die richtige E-Mail ankommt, ob der Zugang funktioniert, ob alles auf dem Handy genauso aussieht wie auf dem Laptop. Und bitte immer eine zweite Person dasselbe zu tun, weil man nach stundenlanger Arbeit an einem System blind für die eigenen Fehler wird. Erst wenn beide grünes Licht geben, geht es live.
3. Die Zielgruppe wird nicht warm genug
Viele denken ein Launch startet am Tag an dem der Verkauf öffnet. Er startet Wochen davor.
Wer am Launch-Tag zum ersten Mal von dir hört, kauft nicht. Zumindest nicht so einfach. Vertrauen braucht Zeit. Und das Aufwärmen deiner Zielgruppe, durch Content, E-Mails, Präsenz, ist kein Nice-to-have. Es ist die Grundlage dafür dass der Launch-Tag überhaupt funktioniert.
Was häufig passiert: Der Fokus liegt auf dem technischen Aufbau. Content wird vernachlässigt. Und dann wundern sich alle warum die Anmeldezahlen niedrig sind.
Wie du das verhinderst: Ganz ehrlich, es ist schwer alles gleichzeitig zu händeln. Besonders wenn man nebenbei auch noch sowas wie ein Leben hat. Technik aufbauen, testen, Content erstellen, Community aufwärmen und das alles parallel. Das ist zu viel für eine Person um es wirklich gut zu machen.
Wenn du keinen minutiös durchgetakteten Zeitplan haben willst um das irgendwie machbar zu halten, ist mein bester Tipp tatsächlich: Hol dir Unterstützung. Jemanden der dir die Technik abnimmt, damit du dich voll auf diesen Teil konzentrieren kannst. Auf den Content, auf deine Community, auf die Verbindung zu den Menschen die kaufen sollen.
Denn das ist der Teil der den Unterschied macht. Nicht ob die Automation mit der strategisch perfekten Verzögerung auslöst.
4. Es gibt keinen Plan für die Verkaufsphase
Der Launch geht live. Und dann? Schweigen.
Viele sind so auf die Vorbereitung fokussiert dass die eigentliche Verkaufsphase, die fünf bis sieben Tage in denen der Kauf möglich ist,kaum geplant ist. Keine E-Mail-Sequenz die nachfasst. Kein Content der die Entscheidung unterstützt. Keine Präsenz für Fragen.
Dabei ist die Verkaufsphase der Moment wo alles entschieden wird. Und der letzte Tag vor Cart Close ist fast immer der verkaufsstärkste, aber nur wenn du präsent bist und erinnerst.
Wie du das verhinderst: Plan die Verkaufsphase genauso detailliert wie die Vorbereitung und zwar bevor der Launch startet, nicht währenddessen. Das bedeutet konkret: Die E-Mail-Sequenz für die offene Phase steht fertig bevor der erste Tag live geht. Du weißt welche E-Mail wann rausgeht, was der Fokus jeder einzelnen ist, und wann der finale Push kommt. Kein Improvisieren unter Druck. Alles vorbereitet.
5. Die Auswertung findet nicht statt
Der Launch ist vorbei. Alle sind erschöpft. Und dann geht das nächste Projekt los ohne dass jemand wirklich angeschaut hat was funktioniert hat und was nicht.
Das ist verschenktes Potenzial. Denn jeder Launch ist eine Lernmaschine. Öffnungsraten, Conversion, wo Menschen abgesprungen sind, welche E-Mail am besten performt hat das sind Daten die den nächsten Launch besser machen.
Wer das nicht auswertet, macht beim nächsten Mal dieselben Fehler. Nur mit mehr Aufwand.
Wie du das verhinderst: Nimm dir nach jedem Launch Zeit um die Zahlen anzuschauen. Nicht um zu bewerten, sondern um zu verstehen. Was hat funktioniert und warum? Wo sind Menschen abgesprungen? Welche E-Mail hatte die höchste Öffnungsrate? Diese Erkenntnisse fließen direkt in den nächsten Launch ein. So wird jeder Launch ein bisschen besser als der vorherige.
Was das bedeutet
Kein Launch ist fehlerfrei. Aber die meisten der typischen Fehler sind vermeidbar, wenn man weiß wo man hinschauen muss, genug Vorlaufzeit hat, und nicht alles alleine stemmt.
Wenn du deinen nächsten Launch planst und sichergehen willst dass du nicht in dieselben Fallen tappst: schreib mir. Ich schaue mir an wo du gerade stehst und was du brauchst.








